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Aspekte der ökologischen Bewertung des "Europass"

Hier gibt es große Unterschiede: klassische Fußbälle werden per Handarbeit angefertigt und bestehen zum Grossteil aus Leder wohingegen die professionellen Spielbälle für EM und WM vollsynthetisch sind und maschinell verklebt werden. Der EUROPASS besteht hauptsächlich aus mehreren Lagen TPU (Thermoplastisches Polyurethan), gefolgt von einigen Lagen Polyester/Baumwoll-Gewebes und EPDM Schaums (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk), sowie der Latexblase im Inneren. Der Ball wird aus 14 Panels mit einer speziellen Thermo-Klebetechnik gefertigt. Als Klebemittel kommt ein TPU Kleber sowie wasserlöslicher Latexkleber zum Einsatz.

adidas europass
foto:adidas

Im Vergleich zu ursprünglich aus Leder per Hand hergestellten Fußbällen bedarf es hier einer aufwendigen Produktion. Es werden verschiedenste Materialien mit unterschiedlichen Klebstoffen verbunden, die bei der Entsorgung nur sehr aufwendig in ihre Einzelmaterialien zerlegt werden können. Die Materialien selbst besitzen in der Regel keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften die meisten basieren aber im Gegensatz zu Leder auf dem nicht erneuerbaren Rohstoff Erdöl.

Der EUROPASS ist in einer PVC-freien Kartonage mit 80% Rezyklatanteil verpackt. Er wird klimafreundlich per Schiff und Bahn nach Österreich transportiert und ist in Fach- und größeren Sportgeschäften erhältlich. Er muss mit dem Restmüll entsorgt werden. Das Hauptmaterial Polyurethan könnte prinzipiell einem Materialrecycling zugeführt werden. Aufgrund der verschiedenen verklebten Materialien und der Entsorgung über den Restmüll werden in Österreich die Fußbälle hauptsächlich einer thermischen Verwertung zugeführt.