Ökologische Bewertung Rasenmäher
Die Fragen bezüglich des Materials lassen sich relativ leicht bewerten. Denn der Handmäher besteht zum größten Teil aus Metall und hat nur einen geringen Anteil an Kunststoffen, alle weiteren Modelle ähneln einander sehr stark und schneiden somit auch gleich ab.
Beim Akkumäher ist der Anteil und Ausmaß der umwelt- oder gesundheitsschädlichen Stoffe am größten. Bei diesem hat der Akku einen großen Anteil am Gerät und beinhaltet auch sehr gefährliche Stoffe [wie z.B.: LiCoO2, LiNiO2 oder LiMn2O4].
Der Umfang an Informationen bzgl. der Produktion schwankt von Unternehmen zu Unternehmen sehr stark. Für dieses Beispiel stellen nur die Unternehmen Bosch und Honda entsprechende Informationen zur Verfügung. Die meiste Information wird auf deren Webpages publiziert. Damit lassen sich auch die Fragen bzgl. der Zukaufteile beantworten. Auch kann man davon ausgehen, dass der Zukaufanteil nicht sehr hoch sein wird, wenn es sich um ein weniger komplexes Produkt handelt. Was im Falle des Handrasenmähers mit 0-5% für den Anteil und mit bis 500km Transportweg für Zukaufteile bewertet wurde. Für tiefer greifende Informationen müsste man bei den Unternehmen gesondert anfragen.
Informationen bezüglich Transportart, Verpackungsanteil und deren Inhaltsstoffe, konnten leider nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Fragen wurden jedoch bewusst nicht ausgeblendet, da die Information ja grundlegend schon relevant wäre aber derzeit noch nicht zur Verfügung steht.
Bei der Verfügbarkeit von umweltrelevanter Produktinformation schnitten alle Produkte gleich ab. Es waren durchwegs Informationen bzgl. Art und Menge an Betriebsstoffen und teilweise auch deren Verbräuche erhältlich. Für die nachhaltige Nutzung wurden die Informationen meistens aus den Betriebsanleitungen entnommen.
Die Informationen für die Frage bezüglich der Anschlussleistung und dem Stand-by Verbrauch des Produktes sind nicht für alle Produkte relevant. So benötigt der Handmäher keinen elektrischen Strom für die Nutzung. Im Fragebogen wurde die Frage jedoch als relevant vermerkt, da sie zumindest für ein Produkt relevant war.
Umweltzeichen konnten leider keine gefunden werden.
Informationen bezüglich Hilfs- und Betriebsstoffe und auch die Verbrauchsmaterialien konnten durchwegs aus den Handbüchern der einzelnen Produkte entnommen werden. Beim Akkumäher wurde berücksichtigt, dass der Akku nur eine gewisse Lebensdauer hat und somit auch ersetzt werden muss, und damit eine Umweltbelastung darstellt. Für den Betrieb des Handmähers ist lediglich Muskelkraft erforderlich und ist somit eine für den Menschen gesunde Bewegung (wenn sie richtig durchgeführt wird).
Bei der Art und Höhe von Emissionen oder Abfällen schneidet der Benzinmäher relativ schlecht ab, da er durch sein Funktionsprinzip für den Antrieb Treib- und Schmierstoffe benötigt. Der Elektromäher schnitt nur etwas besser ab, da er keine direkte Emission erzeugt, jedoch die Verwendung der elektrischen Energie berücksichtigt wurde. Der Handmäher schnitt bei Art und Höhe von Emission am Besten ab, da er keinerlei freisetzt.
Keines der Produkte wird einer Wiederverwendung zugeführt, jedoch einer angenommenen Wiederverwertung. Die Entfernung zum Entsorgungsort wurde als gleich angenommen, da es im Regelfall in Österreich innerhalb von 10 km passende Sammelzentren, die diese Produkte entgegennehmen, gibt und der effektive Verwertungsort für die KonsumentInnen nicht zugänglich ist. Bezüglich des Entsorgungsaufwandes und der auf die Umwelt resultierenden Auswirkungen schnitten der Akku- und Benzinmäher schlechter ab, da entsprechende Verbindungstechniken bzw. die Entnahmen von Öl/Treibstoff mit einem gewissen Entsorgungsaufwand verbunden sind. Hinweise zur umweltgerechten Entsorgung waren bei allen Produkten zu finden, jedoch waren sie sehr unterschiedlich. Die meiste Information diesbezüglich kann man den Betriebsanleitungen entnehmen, die sich online finden lassen.
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